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Bundesumweltministerin Steffi Lemke stellt Eckpunkte für Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vor (30.03.2022)

Vier-Milliarden-Euro-Programm soll Biodiversität stärken und Klimaschutz durch Schutz und Wiederherstellung fördern
Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministerin Steffi Lemke hat Eckpunkte für ein Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) vorgestellt, die das Bundesumwelt- und Verbraucherschutzministerium erarbeitet hat. Mit dem Aktionsprogramm will die Bundesregierung einen substanziellen Beitrag zum Klimaschutz, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Vorsorge gegen die Folgen der Klimakrise erreichen. Hierzu sollen die Synergien zwischen Natur- und Klimaschutz stärker und gezielter als bisher genutzt werden. Die Maßnahmen zum Natürlichen Klimaschutz sind damit ein relevanter Schritt für eine bessere Krisenvorsorge in Deutschland. Für die Umsetzung des Aktionsprogramms will die Bundesregierung in den Jahren 2022 bis 2026 insgesamt vier Milliarden Euro bereitstellen.

Bundesumweltministerin Steffi Lemke stellt Eckpunkte für Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz vorBundesumweltministerin Steffi Lemke: „Moore und Wälder, Flüsse und Meere – natürliche Ökosysteme haben große Bedeutung für die biologische Vielfalt und für den Klimaschutz. Denn sie binden Treibhausgase und bieten gleichzeitig Lebensräume für Pflanzen und Tiere. Das „Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz“ setzt genau an dieser Schnittstelle von Natur- und Klimaschutz an: Bis 2026 werden wir vier Milliarden Euro in den natürlichen Klimaschutz investieren. Das ist mehr, als jemals in Deutschland für diesen Bereich zur Verfügung gestellt wurde. Damit werden wir Moore wiedervernässen, Auen renaturieren sowie Wälder, Böden, Gewässer und Meere erhalten und schützen. So sichern wir unsere natürlichen wie ökonomischen Lebensgrundlagen und erhöhen deren Widerstandsfähigkeit gegen die Folgen der Klimakrise, wie Dürre oder Überflutung. Ich freue mich sehr, dass die Bundesregierung in diesem wichtigen Bereich so entschlossen vorangeht.“

Natürlicher Klimaschutz ist eine wichtige Voraussetzung, um die Ziele der Bundesregierung zum Klimaschutz, zum Schutz der biologischen Vielfalt und zur Vorsorge gegen die Folgen der Klimakrise zu erreichen. Natürliche Ökosysteme können Treibhausgase aus der Luft aufnehmen und als Kohlestoff einspeichern. Degradieren die Ökosysteme, werden aber große Mengen an Treibhausgasen freigesetzt und verstärken die Klimakrise. Die Bundesregierung hat deshalb im Koalitionsvertrag festgelegt, ein Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz (ANK) zu entwickeln. Die heute vorgestellten Eckpunkte des Bundesumweltministeriums legen dafür das Fundament und identifizieren zehn Handlungsfelder, in denen der Natürliche Klimaschutz in den kommenden Jahren vorangebracht werden soll:

  1. Schutz intakter Moore und Wiedervernässungen
  2. Naturnaher Wasserhaushalt mit lebendigen Flüssen, Seen und Auen
  3. Meere und Küsten
  4. Wildnis und Schutzgebiete
  5. Waldökosysteme
  6. Böden als Kohlenstoffspeicher
  7. Natürlicher Klimaschutz auf Siedlungs- und Verkehrsflächen
  8. Datenerhebung, Monitoring, Modellierung und Berichterstattung
  9. Forschung und Kompetenzaufbau
  10. Zusammenarbeit in der EU und international

Der Natürliche Klimaschutz setzt an der Schnittstelle zwischen Klimaschutz, Erhaltung der biologischen Vielfalt und Vorsorge gegen die Klimakrise an. Er betrachtet Maßnahmen nicht isoliert, sondern nutzt gezielt Synergien zwischen Klima- und Naturschutz. Er nimmt Wirkungszusammenhänge in den Blick, zum Beispiel die Vorteile eines naturnahen Wasserhaushalts für die mit ihm verbundenen Ökosysteme.

Das Aktionsprogramm Natürlicher Klimaschutz soll dabei eng mit bestehenden und anderen geplanten Programmen der Bundesregierung wie dem Sofortprogramm Klimaschutz und dem Sofortprogramm Klimaanpassung verknüpft werden. Einige Maßnahmen des ANK, die in besonderem Maße Einfluss auf die Emissionsbilanz des Landnutzungssektors (LULUCF) haben, sind bereits Teil des Sofortprogramms Klimaschutz. Darüber hinaus ist das ANK zentral für die nationale Umsetzung des geplanten EU-Rechtsinstruments zur Wiederherstellung der Natur.

 

Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz (BMUV)

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